Günstig, deftig und lecker: Weißkohl als Tomatenkraut

Mit Süßigkeiten lockt man mich nicht hinterm Ofen vor. Aber deftiges, würziges Essen – damit kriegt man mich immer! Wie gut, dass wir im Norden massenhaft Kohl haben. Für köstliche, günstige Gerichte wie Tomatenkraut.

Tagsüber ist es stundenweise bereits angenehm warm. Aber abends fröstelt man dann doch noch und kann was Heißes, Deftiges vertragen. So haben wir gestern Abend eins meiner Lieblingsgerichte gegessen: Tomatenkraut. Das mochte ich schon als Kind besonders gern. Vielleicht, weil der gekochte Weißkohl leicht süß schmeckt. Und Tomatensoße ist bei Kindern ja sowieso ein Selbstgänger. Egal, in welchem Alter …

Weißkohl ist ein absolut geniales Gemüse: Ein Kopf von anderthalb Kilo reicht für die Zubereitung von zwei bis drei Gerichten. Ich mache daraus gerne bunte Gemüsepfanne. Oder koche ihn mit Seitan in einer leichten braunen Soße. Oder mit anderem Gemüse als Eintopf. Oder rasple ihn zu Salat. Oder koche meinen Favoriten, Tomatenkraut. Das geht ratzfatz, ist günstig (ein Kilo Weißkohl kostet weniger als einen Euro) und schmeckt einfach immer.

Meine Mutter hat Tomatenkraut mit Fleisch zubereitet. Ich benutze stattdessen Seitan (meistens von Viana, bekommt man bei Budni). Du kannst es aber auch ohne kochen, ist genauso gut.

 

Du brauchst für zwei Personen:

  • 500g Weißkohl
  • 200g Seitan
  • eine große Zwiebel
  • 500ml passierte Tomaten (oder etwas Tomatenmark, das Du in Wasser auflöst)
  • 1 TL gemahlenen süßen Paprika
  • Salz
  • Cayennepfeffer und/oder schwarzen Pfeffer (nach Geschmack)
  • etwas Öl zum Anbraten

 

Solltest Du Kartoffeln dazu essen, bereite sie entsprechend vor. Sobald Du sie auf die Flamme stellst, hast Du eine halbe Stunde Zeit, bis sie gar sind. In dieser Zeit kannst Du entspannt das Tomatenkraut zubereiten:

  • Zwiebel kleinschneiden. In einer großen Pfanne oder in einem Topf in etwas Öl anbraten, bis sie glasig ist.
  • Währenddessen den Kohl in feine Streifen, den Seitan in kleine Würfel schneiden.
  • Beides zur Zwiebel dazugeben und alles ein paar Minuten dünsten, bis auch der Kohl glasig und weicher geworden ist.
  • Mit den passierten Tomaten aufgießen (oder mit Wasser, in dem Du ein paar Esslöffel Tomatenmark auflöst).
  • Das Paprikapulver unterrühren, außerdem nach Geschmack Salz und eventuell Cayennepfeffer (falls Du ein bisschen Schärfe wünschst) unterrühren.
  • Deckel drauf, bei mittlerer Hitze köcheln lassen, ab und zu umrühren, bis die Kartoffeln gar sind.
  • Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen. Fertig!

 

Statt Salzkartoffeln passt auch Kartoffelpüree dazu. Für eine besondere Note kannst Du noch einen Klacks Soja-Joghurt obendrauf geben. Oder wie ich Senf …

Heiß und scharf: So lass‘ ich mich gerne verkohlen!

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