vegane Ernährung

Vegane Ernährung ist rein pflanzlich. Sich vegan zu ernähren bedeutet, keine Teile von Tieren und keine von Tieren produzierten Substanzen zu konsumieren.

Damit fallen bei veganer Ernährung weg:

  • Fleisch und sonstige Teile vom Tier (Knochen, Knorpel, Blut, Borsten usw.)
  • Fisch, Fischeier (Kaviar) und sonstige Teile vom Fisch (wie zum Beispiel Sepia aus dem Beutel des Tintenfisches)
  • Meerestiere (Hummer, Krebse, Muscheln, Garnelen usw.)
  • Milch (egal, von welchem Muttertier) und Milchprodukte (Joghurt, Quark, Butter, Sahne usw.)
  • Eier
  • Honig und andere Bienenerzeugnisse (wie Gelée Royale und Bienenwachs)

 

Keine Bange – es bleiben sehr viele Nahrungsmittel übrig!

Aus ihnen lassen sich unzählige köstliche, vollwertige Gerichte zubereiten. Die meisten sind ganz leicht zu kochen und zu backen und im Handumdrehen gemacht.

Genutzt werden für die vegane Ernährung:

  • alle Sorten Gemüse
  • alle Sorten Obst
  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Sojabohnen, Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Erdnüsse und Lupinen)
  • frische, gefrorene und getrocknete Kräuter
  • Getreide (Weizen, Dinkel, Hafer, Roggen, Reis, Mais, Hirse und viele mehr) und daraus hergestellte Produkte wie Flocken, Mehl, Nudeln
  • Pseudogetreide (zum Beispiel Buchweizen, Quinoa und Amarant) und daraus hergestellte Produkte
  • alle Nüsse und Kerne
  • Pflanzendrinks, Tofu, Seitan, Tempeh und ähnliche aus Pflanzen hergestellte Produkte
  • hochwertige Pflanzenöle (beispielsweise Oliven-, Raps-, und Kokosöl)
  • Zucker, Sirup, Dicksaft aus verschiedenen Rohstoffen (Rüben, Zuckerrohr, Kokosblüten, Agaven, Reis, Äpfel, Birnen und mehr)

 

 

Wichtig für die vegane Ernährung ist – wie für jede andere Ernährungsform auch – frische, unbehandelte oder möglichst wenig behandelte Nahrungsmittel zu nutzen. Sprich, so wenige Fertigprodukte wie möglich, denn die sind auch im veganen Segment oft viel zu süß, zu salzig und/oder zu fettig.

Dies gilt insbesondere für solche Produkte, die tierische nachahmen:

Sie werden von den Herstellern gerne als ‚Schmeckt wie‘ angeboten, als vegane Wurst, veganer Fisch, vegane Garnelen, Käsealternativen und so weiter. Um den Geschmack von Tierprodukten zu imitieren, ist jedoch meistens jede Menge (gehärtetes) Fett, Salz und Zucker nötig. Außerdem werden ihnen häufig (wie auch nicht-veganen, industriell produzierten Lebensmitteln) Aromen, Gewürze, Verdickungsmittel etc. hinzugefügt, die auf den Zutatenlisten nicht weiter spezifiziert werden. (Dadurch kann es bei empfindlichen Menschen zu Unverträglichkeiten oder allergischen Reaktionen kommen, deren Ursachen nur schwer zu ermitteln sind.)

Man kann sich zwar von veganen Süßigkeiten und Pizzen ernähren, ist aber unter Umständen in absehbarer Zeit entsprechend übergewichtig und mangelernährt … damit hat man vielleicht ein gutes Gewissen, aber keine ausgewogene Ernährung und letztendlich keine gute Gesundheit erreicht.

Vegan allein reicht also nicht.

Vielmehr sind wechselnde Kombinationen aus frischen, möglichst unbehandelten Zutaten gefragt. Exotische ‚Superfoods‘ braucht man dabei nicht, auch wenn viele Rezepte und Fotos von Gerichten in Zeitschriften und Internet-Blogs diesen Eindruck erwecken mögen: Sie können den Speiseplan ergänzen, sind aber für eine vollwertige vegane Ernährung nicht notwendig (im Gegensatz zur Einnahme von Vitamin B12, um Mangelerscheinungen vorzubeugen).

Unverzichtbar ist Neugier auf andere Zutaten als bisher und deren Zubereitung sowie die Bereitschaft, alte Lieblingsgerichte gegen neue zu ersetzen:

Wer beides mitbringt, hat beste Voraussetzungen für eine Fülle wunderbarer Geschmackserlebnisse!