Veganes bei Starbucks: Damit lockt uns die Sirene nicht an

Starbucks bietet jetzt neben veganen Getränken auch würzige und süße vegane Snacks an. Wir haben ein paar probiert und sind so gar nicht betört vom Angebot der grünen Sirene.

Heiko und ich essen kaum außer Haus. Das liegt daran, dass wir täglich selber kochen (und backen). Außerdem schmeckt es uns auswärts nur selten richtig gut.

Dennoch probieren wir immer wieder mal die veganen Angebote in Cafés und Restaurants, um Interessierten etwas empfehlen zu können. Wir werden oft gefragt, ob und wo man unterwegs vegan essen kann – für andere ist es also durchaus wichtig, darum …

habe ich Heiko gestern spontan zu Starbucks am Mönckebergbrunnen mitgeschnackt: Ich wollte ein paar der veganen Snacks probieren, um sie Dir vorstellen und gegebenenfalls empfehlen zu können.

Was wir probiert haben:

  • Wrap mit Kichererbsen und Salat
  • Apfelkuchen
  • Schoko-Kirsch-Muffin
  • Caffè Latte mit Sojadrink

Fangen wir mit dem an, was uns halbwegs geschmeckt hat, dem Apfelkuchen (für € 3,29). Der war zwar keine Geschmacksexplosion, aber immerhin recht saftig und süß.

Süß, aber nicht interessant. Rosinen oder/und eine Zimtnote könnten ihn aufpimpen. Aber vielleicht wäre das nicht massentauglich genug? So war er insgesamt okay, muss aber nicht nochmal sein.

Ähnlich sieht es mit dem Wrap aus. Positiv zu erwähnen ist, dass er ansprechend ausgesehen hat und dass das Gemüse schön knackig war.

Leider war‘s das auch schon. Er war nämlich komplett geschmacksneutral. Nicht einmal salzig, sondern einfach … fade … gähn … krchhh …

Hier könnte man mit Kräutern, Gewürzen, etwas Soße/Dressing schnell Abhilfe schaffen. So jedoch sind € 4,29 zu viel Penunse für zu wenig Geschmack. Von einem gemischten Salat mit einem trockenen Brötchen hättest Du da geschmacklich deutlich mehr.

Kommen wir zu den absoluten Verlierern unseres Starbucks-Tests, dem Kaffee und dem Muffin. Die beide so schlecht waren, dass ich ihnen kein eigenes Foto gönne.

Im Netz kursieren viele Bewertungen, die den ach so leckeren Starbucks-Kaffee preisen. Äh – bitte? Echt jetzt? Das, was wir gestern getrunken haben, hatte nicht mal ansatzweise etwas von Kaffee. Kein Scherz! Der Caffè Latte mit Soja (‚Tall‘ für € 3,98 pro Becher) hat für mich nur nach piwarmer (Soja-)Milch geschmeckt. Vielleicht probiere ich irgendwann mal puren Filterkaffee bei Starbucks, um mir ein konkreteres Bild zu machen.

Heiko meinte, er hätte das Getränk bestenfalls für sehr, sehr dünnen ‚heißen‘ Kakao halten können. Was allerdings an dem Kakaopulver lag, das ich drüber gestreut habe, räusper … herrje, wie kann ein Unternehmen, dessen Erfolg auf Kaffee gebaut worden ist, so miesen ausschenken? Unklar.

Bleibt der Muffin. Der war auch schlecht. Richtig schlecht. Sehr dunkel, aber null schokoladig im Geschmack (wie kriegt man das hin?!). Extrem süß und staubtrocken, bis auf den Klecks ‚Kirsch‘ in der Mitte. Der hat dermaßen übermäßig und künstlich nach Kirsch geschmeckt dagegen ist eine grün eingefärbte Cocktailkirsche der pure Naturgenuss. Uäh.

 

Fazit:

Liebe Ökotrophologenriege bei Starbucks, da müsst Ihr noch mal ran!

Eure veganen Snacks kann man (noch) nicht genießen, geschweige denn weiterempfehlen. Dabei habt Ihr doch sicher genug Fachleute, um leckere Sachen zu entwickeln. Auch leckere vegane Sachen. Die kriegen viele Menschen weltweit täglich sogar in ihren heimischen Küchen hin …

In unserer gibt es heute Nachmittag zur Entschädigung für gestern frische Hafer-Schoko-Kekse – und dazu richtigen Kaffee mit Sojaschaum.

SO lockt man den Seemann an, Baby! 🙂

Kommentare sind deaktiviert