Raus aufn Balkon: Höchste Zeit für die Bienenweide!

Vorgestern war ich zum Fotografieren im Hafen. Ich habe Motive, Themen und Interviewfreudige für ‚Schuten & Schnuten‘ gesucht. Und natürlich gefunden. Bei all den Schiffen und Leuten … Auf dem Rückweg bin ich unverhofft auf außergewöhnliche Blumenbeete gestoßen.

Als ich aus der HafenCity kam, wollte ich durch die Deichstraße zur U-Bahn Rödingsmarkt. Gleich am Anfang leuchteten sie mir entgegen – diese besonderen Blumenbeete:

Lass‘ eine Blume in deinem Herzen erblühen.“ Ist das nicht entzückend?

Leider hatte ich keine Zeit zu recherchieren, wer die Blumen gepflanzt hat. Die Person würde ich gerne kennenlernen! Während ich die Fotos gemacht habe, sind einige Leute hinter mir vorbei gegangen. Alle waren begeistert von den Beeten. Blumen erfreuen eben immer. Und an einem eher öden Ort wie diesem (direkt neben einer Parkbucht) ist ihre Wirkung umso größer.

Mich hat es daran erinnert, dass es allerhöchste Zeit ist, eines meiner Projekte zu starten: Unseren Balkon zu bepflanzen. Das habe ich in den vergangenen Jahren mal gemacht, mal nicht. Meist habe ich einfach gekauft, was ich in Geschäften und auf dem Markt gefunden entdeckt und hübsch gefunden habe.

Bei meinen Recherchen zu veganen Themen bin ich immer wieder auf Bienen gestoßen. Genauer, ihr Aussterben. Insbesondere der Film ‚More than honey‘ (z. B. bei Amazon Prime und auf DVD) von Markus Imhoof hat mir das Problem eindringlich vor Augen geführt. Unbedingt anschauen! Danach siehst Du Honig, Bienenwachs und billige kalifornische Mandeln mit anderen Augen.

Wir konsumieren keinen Honig und kein Bienenwachs. Aber natürlich essen wir Sachen, die nur wachsen, weil Insekten Pflanzen bestäuben. Darum habe ich mich gefragt, ob ich etwas für Bienen & Co tun kann. Abgesehen vom veganen Konsum.

So bin ich darauf gekommen, unseren Balkon in diesem Jahr möglichst bienenfreundlich zu bepflanzen. Also mit Blumen und blühenden Kräutern, die Bienen und Hummeln Nahrung spenden. Das gilt nämlich nicht für alle Pflanzen. Viele typische Balkonpflanzen sehen schön aus, sind aber keine Nahrungsquelle für Insekten. Die surren dann verzweifelt drumrum und schwirren irgendwann ab, ohne was gesammelt zu haben.

Ob es mir gelingt, den Balkon zu einer Bienenweide zu machen?

Nun, ich habe kaum Erfahrung mit Pflanzen. Schon gar nicht mit Saatgut. Für den Anfang habe ich mich an Listen des BUND orientiert und entsprechende Samen für Blumen und Kräuter eingekauft. Dazu Kokoserde im Laden und Kompost bei der Hamburger Stadtreinigung. Nun muss ich nur noch Kästen und Pötte ausm Keller holen und los geht‘s!

Dann heißt es auf unserem Balkon hoffentlich auch bald: „Frisch bepflanzt“

Drück' den Bienen und mir die (möglichst grünen) Daumen ...

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