Heiß, bunt und voll ¡Caramba!: Chili vegane

Schnelles Abendessen für zwei oder Verpflegung für eine hungrige Gäste-Meute – Chili passt immer! Es sieht toll aus, ist lecker, günstig und gesund. Was will man mehr? Höchstens Nachschlag!

Ich koche Chili gerne für Gäste, weil es sich prima vorbereiten lässt und man nur einen Topf braucht. Der kann den ganzen Abend auf der warmen Platte stehen und alle bedienen sich nach Herzenslust. Unkomplizierter geht‘s nicht. Wenn es viele Leute sind, stelle ich eine Schüssel gekochten Reis dazu. Das schmeckt toll zusammen und die Kombination aus Bohnen und Reis ist auch noch besonders gesund.

Chili ist eines der Gerichte, die sich sehr leicht veganisieren lassen. Chili con carne wird gewöhnlich mit Hackfleisch gekocht, stattdessen verwende ich einfach zerkrümelten Räuchertofu oder manchmal Sojagranulat/Sojaschnetzel. Wenn Du Soja nicht magst oder nicht verträgst, kannst Du gekochte rote Linsen nehmen. Das schmeckt genauso gut und ist ebenso günstig.

Stichwort ‚günstig‘: Chili gehört zu den vielen veganen Gerichten, die leicht zuzubereiten sind, außerdem sind die Zutaten günstig in jedem Supermarkt zu bekommen. Okay, man kann getrocknete Kidneybohnen im Reformhaus kaufen, sie über Nacht einweichen und am nächsten Tag kochen, bevor man das Chili macht. Aber wenn es schnell gehen und/oder besonders günstig sein soll, tun es auch Kidneybohnen aus der Dose. Die bekommt man ab € 0,39.

Für uns musste es am Wochenende schnell gehen – wir haben gemütlich auf dem Sofa gelümmelt, Serien geguckt und Hunger bekommen. Einen Blick in die Schränke und 20 Minuten später war unser Chili auf dem Tisch. Wir haben nur die Hälfte geschafft, den Rest gab es am nächsten Tag.

Für vier Personen (oder zwei sehr hungrige) brauchst Du:

  • eine mittelgroße Zwiebel
  • je eine rote und eine grüne Paprikaschote
  • zwei Dosen (je 425ml) Kidneybohnen
  • eine kleine Dose (140g) Mais
  • 175g Räuchertofu (z.B. von Alnatura)
  • eine Flasche Passata (Alnatura) oder eine Packung passierte Tomaten
  • Öl zum Anbraten
  • Cayennepfeffer oder Chilipulver
  • Oregano, getrocknet
  • Zimt
  • Salz
  • nach Geschmack: Knoblauch

Die Zwiebel schälen und fein hacken, die Paprikaschoten waschen und kleinschneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin etwa fünf Minuten anbraten.

Den Räuchertofu mit den Fingern zerbröseln oder mit einer Gabel zerdrücken und zum Gemüse geben. Alles zusammen ein, zwei Minuten braten.

Mit den passierten Tomaten aufgießen, gegebenenfalls noch etwas Wasser dazugeben.

Die Kidneybohnen und den Mais in ein Sieb abgießen, unter fließendem Wasser abspülen und in die Soße geben.

Nach Geschmack würzen (ich gebe jetzt auch den durch die Presse gedrückten Knoblauch dazu) und auf kleiner Flamme etwa zehn Minuten köcheln lassen. Fertig ist Dein duftendes, herrlich buntes Chili!

Ich gebe gern einen Klacks Sojade (Joghurtalternative aus Soja) auf meine Portion. Was die Schärfe angeht, so kannst Du nach Deinem Geschmack oder dem Deiner Gäste variieren, das Chili auch mild würzen und zum Beispiel Tabasco zum Nachwürzen anbieten. Sollte etwas übrig bleiben, schmeckt es am nächsten Tag fast noch besser.

In den Genuss kommt man allerdings nur selten …

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