Apfel reibt sich an Sellerie: Rezept für Waldorfsalat

Am Freitag ist auf dem Wochenmarkt eine Sellerieknolle mit in den Büddel gewandert: Ein Spontankauf, ohne konkreten Plan, was ich damit anfange. Ich kaufe meist einfach das, was saisonal angeboten wird. Über die Verwendung entscheide ich erst kurz vorm Kochen. So lag Madame Sellerie heute im Gemüsefach und wartete auf ihren Einsatz. Und nun?

Gute Frage! Ich verwende Sellerieknolle selten, genau genommen nur, wenn ich Eintopf koche. Dabei mag ich das kräftige, frische Aroma. Für Eintopf kaufe ich meistens ein Bund Suppengrün, zu dem unter anderem Knollensellerie gehört. Aber sonst? Nix mit Sellerie. Bis heute. Jetzt ist das nämlich (wieder) anders!

Als ich vorhin unsere Bestände durchgesehen habe, grinste mich die Sellerieknolle an. Tja. Zu viel für Gemüse-Eintopf. Solo als Cremesuppe? Bei dem Wetter wäre was Frisches eigentlich netter. Moment – frisch. Mit Sellerie. Da war doch was ...

Mir fiel ein, dass ich als Kind sehr gerne Waldorfsalat gegessen habe. Ich mochte die Kombination aus süß und würzig. Mag ich immer noch. Ich erinnerte mich, dass der Salat eine weiße Soße hatte. Und waren da nicht auch Nüsse drin? Ein Blick ins Netz zeigt, dass der Salat traditionell mit Mayonnaise und Walnüssen gemacht wird.

Ich hatte keine Mayo und habe stattdessen Sojajoghurt genommen. Außerdem habe ich gerade das ‚Chia Omega Power‘ von Rapunzel im Haus. Es besteht zu 50% aus Walnussöl und passt deswegen hervorragend in den Waldorfsalat. Du kannst aber genauso gut Rapsöl verwenden und vegane Mayo statt Sojajoghurt.

 

Für meine Version brauchst Du:

  • 2 säuerliche Äpfel
  • etwa 250g Knollensellerie
  • ½ Becher Sojajoghurt natur
  • eine Handvoll Walnusskerne
  • 2 EL Zitronensaft (oder mehr, ganz nach Geschmack)
  • 2 EL Öl (möglichst neutral, wie z. B. Rapsöl)
  • Salz
  • schwarzen Pfeffer, frisch gemahlen

 

Sellerieknolle schälen, Äpfel schälen und Gehäuse rausschneiden. Beides grob in eine Schüssel reiben. Walnusskerne hacken, mit den anderen Zutaten zu Sellerie und Apfel geben, alles gut vermischen. Fertig.

Das Ergebnis ist ein köstlicher, herrlich erfrischender Waldorfsalat: Einfach und schnell gemacht, günstig und gesund. Wir haben ihn gleich (naja, 'gleich' nach dem Fotografieren, hüstel!) zu knusprig gebratenem Räuchertofu gegessen. Tolle Kombination!

Sicher schmeckt er noch besser, wenn er etwas ziehen kann.

Aber: Wer will schon warten, wenn etwas so lecker ist!

2 Antworten

  1. Liebe Esther
    Ich habe Walddorfsalat vor ca 20 Jahren das letzte Mal gemacht☺Die Altanitive ohne Mayo werde ich auch mal ausprobieren

    • Esther

      Moin Elfi,

      viel Spaß und guten Appetit! 🙂

      Mit Sojajoghurt ist der Salat schön frisch und leicht, wirklich sehr lecker. Du bekommst Sojajoghurt z. B. bei Budni oder bei Rewe (da gibt es übrigens auch vegane Mayonnaise).

      Beste Grüße
      Esther